Bereits mehrfach ist in diesem Jahr für kurze Zeit unsere Energieversorgung zusammen gebrochen. Die Ursachen sind vielfältig und bewegen sich aufgrund der zurückhaltenden Informationen nur im Bereich der Spekulationen. Interessant sind die Diskussionen in den sozialen Netzwerken, viele sind sich offenbar gar nicht bewusst welche Konsequenzen ein flächiger Stromausfall hat, und was danach nicht mehr funktioniert.

Wir zählen einmal auf:

Beleuchtung
Elektrisches Licht, sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich fällt aus. Häuser, Straßen, öffentliche Einrichtungen, Verkehrseinrichtungen (Bahnhöfe, U-Bahnstationen, Flughäfen) sind ohne Beleuchtung.

Heizung
So gut wie keine Heizung funktioniert heutzutage ohne Strom. Auch Holz-, Öl-, Gas- und Pellets-Zentralheizungen haben elektrische Steuerungen und benötigen Umwälzpumpen. Ohne funktionierende Umwälzpumpe überhitzt der Heizkessel und die Heizkörper bleiben trotzdem kalt. Auch Fernwärmeheizungen kommen nicht ohne Pumpen und Steuerungen aus und bleiben daher ebenfalls kalt. Die einzigen Alternativen sind Kachelöfen, Küchenherde und Schwedenöfen. Diese funktionieren aber auch nur, wenn die Rauchfänge gewartet und regelmäßig gekehrt werden und wenn natürlich ausreichend geeignetes Brennmaterial vorhanden ist.

Kochen
Elektroherd, Mikrowelle, Kaffeemaschine, Wasserkocher usw. funktionieren ohne elektrischen Strom nicht mehr.

Wasserversorgung
Bei Stromausfall fallen Druckeröhung, Trinkwasseraufbereitung und Abwasserentsorgung mit Pumpen und Hebewerke aus. Wenn auch manche Wasserversorgungsnetze durch das natürliche Gefälle ohne Pumpen auskommen, so gibt es nahezu keine Versorgungsnetze ohne UV-Entkeimungsanlagen. Diese fallen natürlich auch aus und das Wasser darf eigentlich nicht mehr als Trinkwasser verwendet werden. Weiters dürfen laut Gesetz Wasserverbände nur dann Wasser liefern, wenn auch die Abwasserentsorgung funktioniert. Eine generelle Aussage ob und wie lange die Versorgung mit Trinkwasser funktioniert, kann man deshalb nicht pauschal treffen. Die Situation kann nur von der Gemeinde oder den jeweiligen Wasserverband evaluiert und eingeschätzt werden. Am 29.08.2020 funktionierte die Wasserversorgung in Teilen Nideggens nicht mehr.

Lebensmittelversorgung
Kühl- sowie Gefrierschränke tauen früher oder später auf, je nach Alter und Isolierung der Geräte. Wenn nicht sofort Maßnahmen getroffen werden, um die Kühlgeräte weiter zu versorgen (Notstromaggregat) oder die Lebensmittel zu verwerten (haltbar zu machen), verderben diese. Supermärkte bleiben ohne Kasse und Abrechnungssysteme geschlossen. Elektrische Schiebe- und Drehtüren sind funktionsunfähig.

Mobilität und Verkehr
PKW´s funktionieren nur mehr so lange sie noch Treibstoff im Tank haben. Die meisten Tankstellen haben weder einen eigenen Stromerzeuger noch eine Einspeisevorrichtung für einen Stromerzeuger. Ohne Strom funktionieren die Pumpen nicht, die die Zapfsäulen und Zapfhähne mit dem Treibstoff aus den unterirdischen Tanks speisen. Die Nachlieferung von Treibstoff ist ebenfalls fraglich, da die meisten Tankwagen mit einer Geoüberwachung ausgerüstet sind und ohne Internet nicht abladen können. Da es sich bei der Geoüberwachung um einen Diebstahlschutz handelt, ist diese auch nicht mit einfachen Mitteln außer Kraft zu setzen. Die gesamte Logistik und Warenlieferung bricht ebenfalls zusammen. Verkehrsleitsysteme fallen aus und alle Tunnel werden wegen ausgefallener Sicherheitstechnik automatisch gesperrt. Außerdem fallen natürlich alle öffentlichen Verkehrsmittel wie Bus, Bahn, U-Bahn, Flugverkehr sowie Aufzüge, Parkhausschranken und ganz banale Ampeln aus.

Kommunikation
Radio- und Fernsehgeräte mit Netzspannung funktionieren nicht. Radiogeräte mit Akkus, Batterien oder Autoradios funktionieren unter Umständen, sofern die Sendeanlagen nicht vom Stromausfall betroffen sind. Radiosendeanlagen sollten für maximal 5 Tage Notstromversorgt sein. Mobiltelefonie, Festnetz sowie Computer und Internet fallen teilweise zeitgleich mit dem Strom aus und stehen daher nur mehr sehr eingeschränkt oder gar nicht zur Verfügung. Der Behördenfunk "TETRA" fällt nach maximal 3 Stunden aus. Die Alarmierung von Einsatz- und Hilfsorganisationen, wie Polizei, Feuerwehr und Rettung, wird damit nahezu unmöglich.

Bargeldbeschaffung und Geldverkehr
Geldautomaten funktionieren nicht mehr und Banken können keine Auszahlungen mehr tätigen.

Sicherheit
Türsprechanlagen und Türöffner, Zutritts-Sicherungssysteme, Alarmanlagen, Videoüberwachung und Brandmeldeanlagen funktionieren nur solange Akkus oder Notstromsysteme ersatzweise Strom liefern. Krankenhäuser haben Notstromaggregate und besonders kritische Bereiche wie Operationssaal und Intensivmedizin haben eine Unterbrechungsfreie Stromversorgung. Eine Versorgungsdauer von 24 Stunden ist gesichert. Darüber hinaus hängt der Betrieb von der Nachlieferung von Treibstoff ab. Seniorenheime fallen nicht unter die Krankenhausverordnung und haben keine Stromversorgung. Beatmungsgeräte in Senioreneinrichtungen oder Heimbeatmete Patienten sind heute keine Seltenheit, diese Geräte funktionieren nur begrenzt weiter. Fluchtwegmarkierungsleuchten in größeren (Wohn-) Gebäuden leuchten maximal 3 Stunden.

Landwirtschaft
Melkanlagen, Fütterungsautomaten, Beleuchtungssysteme, Lüftung, Klima im Stall, Bewässerungsanlagen funktionieren nur mit Strom.
 
Infos zur eigenen Vorsorge gibt es hier: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

869 WhatsApp Image 2020 07 30 at 17.57.53Heute begann der Aufbau der neuen Sirenenanlagen in Nideggen. Zunächst wird eine Sirene auf dem Rathaus errichtet, im Laufe der nächsten Tage erfolgt die Montage zwei weiterer Mastsirenen in Nideggen Ost und Nord, anschließend wird eine Sirene auf dem Schulzentrum errichtet. Die Sirene in Berg ist offensichtlich defekt und wird in den nächsten Tagen instand gesetzt. Im kommenden Jahr werden weitere Sirenen in Schmidt errichtet, so dass die Bevölkerung großflächig im Katastrophenfall alarmiert werden kann. Auch die Feuerwehr nutzt die Alarmierung über Sirene, aber nur wenn Menschenleben oder größere Sachwerte zu retten sind, bzw. wenn Situationen zu eskalieren drohen und wirklich der letzte Feuerwehrmann mobilisiert werden muss. Die Alarmierung der Feuerwehr über Sirene ist die ultimative Alarmstufe zur Mobilisierung aller Kräfte. Eine Situation die zeigt wie schnell eine Situation außer Kontrolle geraten kann zeigte sich am 30.Juli in Nideggen als ein Grasbrand am Friedhof durch eine leichte Brise angefacht, auf die Wohnbebauung in der Heinrich Düster Straße zulief. Die Flammen breiteten sich rasend schnell aus und konnten nur wenige Zentimeter vor dem Übergreifen auf Hecken und Gartenhäuser gestoppt werden. Auch hier wurde die Feuerwehr zusätzlich zu ihren Meldeempfängern über die Sirenen mobilisiert.

844 Image 1In den nächsten Tagen ist weiter mit hohen Temperaturen zu rechnen, die Waldbrandgefahr wird dadurch wieder steigen. In diesem Jahr sind unsere Wälder durch die Corona-Pandemie bedingt sehr gut besucht. Für viele Menschen entfallen Fernreisen und es zieht sie wieder in unsere heimischen Urlaubsgebiete.

 

Helfen Sie den Ausbruch von Bränden zu vermeiden!

 

Verhaltenshinweise:

  •  Unterlassen Sie einfach alles was den Ausbruch von Bränden begünstigen könnte.
  • Im Wald herrscht absolutes verbot für offenes Feuer, auch Grill oder Lagerfeuer.
  • Ggf. sind Betretungsverbote oder behördlich erlassene Verbote zu beachten.
  • Im Wald herrscht Rauchverbot, auch beim Durchqueren von Waldgebieten mit dem Fahrzeug, keine Kippen aus dem Fenster werfen.
  • Kein betrieb von Fahrzeugen oder Maschinen im Wald.
  • Parkende Fahrzeuge können mit ihrem heißen Katalysator Brände verursachen.
  • Glasscherben können Brände verursachen.

fuer mich fuer alle1Trotz Coronakrise und hohen Einsatzzahlen befindet sich die Feuerwehr der Stadt Nideggen auf dem richtigen Weg. Zwischen dem 01.03.2020 und dem 01.08.2020 konnte die Feuerwehr der Stadt Nideggen in allen Löschgruppen neue Mitglieder gewinnen. Das zeigt, dass die Tätigkeit in unserem Ehrenamt wieder mehr Akzeptanz bekommt. Die Feuerwehr der Stadt Nideggen ist durch ihren hohen technischen Standard, sowie ihrer Ausstattung für die Einsatzkräfte, offensichtlich eine gute Adresse. Zwar hat die Coronakrise uns jetzt fast drei Monate blockiert, aber trotzdem fanden insgesamt 14! Männer und Frauen den Weg in die Feuerwehr. Das sollte eigentlich ein Signal sein, dass alle Führungskräfte um Wehrleiter Karl-Heinz Latz gute Arbeit leisten. Insbesondere, weil die Führungskräfte auch auf die Erhöhung ihrer Aufwandsentschädigungen verzichteten und stattdessen den Rat darum baten eine in etwa gleiche Summe allen Feuerwehrkameraden zur Verfügung zu stellen. Hiervon wurden zum Beispiel Polo Shirts, Mützen, Sweat Shirts, Hemden, Krawatten, Stühle für Unterrichtsräume und einige Dinge mehr beschafft. Investitionen die allen Angehörigen der Feuerwehr zugutekamen, Einsatzabteilung, Unterstützungsabteilung, Jugendfeuerwehr, Kinderfeuerwehr. Diese Maßnahme wird dieses Jahr auslaufen und neu beantragt werden. Auch die kontinuierliche Beschaffung von Ausrüstung sowie deren Modernisierung macht das Ehrenamt interessant. Alle neuen Mitglieder konnten beispielsweise am Tag ihrer Aufnahme komplett eingekleidet werden und standen der Einsatzabteilung sofort zur Verfügung, das ist ein hohes Motivationspotenzial. Bis zum 5. August 2020, 19:44 standen 225 Einsätze in der Jahresstatistik 2020, eine enorme Belastung der Einsatzabteilung. Auch in finanzieller Sicht ist die Belastung für die Stadt Nideggen hoch, je mehr Einsätze, desto höher die Kosten, auch wenn die Feuerwehr der Stadt Nideggen aus rein ehrenamtlichen Einsatzkräften besteht, Fahrzeuge verbrauchen Kraftstoff, Schläuche müssen ausgetauscht werden, Atemschutzgeräte müssen zur Wartung. Hier hat die Stadt Nideggen eine gute Basis und sorgt dafür, dass die Mitglieder der Einsatzabteilung sich größtenteils nur um die Einsätze und den Übungsdienst kümmern müssen. Alles andere, wie die zahlreichen Wartungsarbeiten, Werkstattfahrten und viele Verwaltungsaufgaben, werden für die ehrenamtlichen Angehörigen mittlerweile durch die Stadtverwaltung erledigt.

550x550.pm1.bgFFFFFFAm 10. September 2020 wird pünktlich um 11.00 Uhr erstmals seit der Wiedervereinigung ein bundesweiter Probealarm mit allen vorhandenen Warnmöglichkeiten, wie Radio, Fernsehen, sozialen Medien, der Warn-App NINA, Sirenen, Lautsprecherwagen sowie auch digitalen Werbetafeln durchgeführt.
 
Auf Grundlage eines Beschlusses der Innenministerkonferenz wird der bundesweite Warntag ab dem Jahr 2020 jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September stattfinden. Er soll dazu beitragen, die Akzeptanz und das Wissen um die Warnung der Bevölkerung in Notlagen zu erhöhen und damit deren Selbstschutzfertigkeiten zu stärken. Die Wichtigkeit und Aktualität des Themas Warnung zeigt sich auch durch die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus in diesem Jahr.
 
Zur Warnung und Information der Bevölkerung nutzen Bund, Länder und Kommunen die verfügbaren Kommunikationskanäle. So werden beispielsweise über das vom BBK betriebene Modulare Warnsystem und die Warn-App NINA Warnungen und Informationen der zuständigen Behörden, wie der Gesundheitsministerien des Bundes und der Länder, bereitgestellt. Bund und Länder bereiten den bundesweiten Warntag in Abstimmung mit kommunalen Vertretern gemeinsam vor.
 
Zuständig sind auf Bundesebene das BBK, auf der Ebene der Länder die jeweiligen Innenministerien und auf der Ebene der Kommunen in der Regel die für den Katastrophenschutz zuständigen Behörden.
 
Weiterführende Informationen finden Sie auf der Webseite zum bundesweiten Warntag: https://warnung-der-bevoelkerung.de/