Die gelockerten Quarantäne-Regeln stoßen beim Feuerwehrverband auf Zustimmung. Präsident Banse appelliert, bei künftigen Entscheidungen auch an die freiwillige Feuerwehr zu denken. 

Aktuell gibt es keine bekannten kritischen Einschränkungen, die nicht durch Personalreserven aufgefangen werden können. Wichtig ist, dass bei separaten Regelungen für die kritischen Infrastrukturen explizit die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren, die den Dienst in der Feuerwehr ja nicht als Beruf ausüben, einbezogen werden. Nur in rund 100 deutschen Großstädten gibt es überhaupt eine Berufsfeuerwehr. Die Feuerwehren in Deutschland können aber auf mehr als eine Million Einsatzkräfte zählen - allein die Freiwilligen Feuerwehren haben 1.003.000 ehrenamtliche Mitglieder. In den Berufsfeuerwehren sind mehr als 34.800 hauptamtliche Angehörige und bei den Werkfeuerwehren rund 34.900 Personen aktiv. Die nachbarschaftliche Hilfe oder auch der Einsatz von Kräften auf überörtlicher Ebene ist ein grundsätzlich erprobtes Konzept. Die Feuerwehrangehörigen sind sich nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie ihrer Verantwortung für die Bevölkerung bewusst und verhalten sich äußerst umsichtig. Für die weiter bestehende Einsatzfähigkeit sind ein vollständiger Impfschutz und ein organisiertes Impfangebot für Feuerwehren unerlässlich.

Quelle: Interview, ZDF.