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Die Corona-Pandemie bringt auch den Dienstplan der Frauen und Männer in der Freiwilligen Feuerwehr durcheinander. Der Übungsbetrieb ist damit aber nicht komplett lahmgelegt. Weiterhin finden an den Gerätehäusern in den Stadtteilen Treffen in kleinen Gruppen statt, um weiterhin für alle Notlagen gerüstet zu sein. Hierzu war es notwendig, ein Hygienekonzept auszuarbeiten, um ein sicheres Training für alle freiwilligen Helfer möglich zu machen. Dabei geht es immer auch darum, die Dienstfähigkeit der sogenannten kritischen Infrastruktur Feuerwehr und Hilfeleistungsorganisationen zu gewährleisten. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn große Gruppen von Einsatzkräften unter Quarantäne gestellt werden müssten. Zur Strategie gehört es daher, unbedingt zu vermeiden, dass sich Infektionsketten bilden können. Dabei muss sorgfältig berücksichtigt werden, wie die Brandschützer im Einsatz mit möglicherweise Coronavirus-infizierten Menschen umgehen müssen und wie sie sich, ihre Kameraden und weitere Helfer vor Ansteckungen schützen. Die Helfer sind dabei selber dafür verantwortlich, ob sie einsatzfähig sind oder zum Dienst antreten. Wer nicht kommen möchte, wird zu nichts gezwungen. Trotzdem ist es natürlich wichtig, dass wir unser Handwerk beherrschen und immer wieder üben, da das Einsatzspektrum der Feuerwehr sehr vielfältig ist. Unter den aktuellen Bedingungen dann aber alle Mitglieder auf demselben Wissensstand zu haben, ist eine organisatorische Herausforderung. Alle sechs Standorte wurden mit großem aufwand so ausgestattet das es ausreichend Seifen- und Desinfektions- sowie Handtuchspender gibt. Eine Maßnahme, die eigentlich ohne Corona schon lange Standard hätte sein müssen, haben unsere Einsatzkräfte doch häufig Kontakt mit verletzten oder erkrankten Personen. Die aufwendige Technik der Fahrzeuge muss immer wiederkehrend überprüft werden. Wenn die Freiwillige Feuerwehr 24/7 Einsatzbereit bleiben will, muss ein mindestmaß an Ausbildung und Wartung erfolgen. Der Lockdown im Frühjahr, bis in den Sommer hinein, hat gezeigt das unsere Mitglieder, die Feuerwehr rein Ehrenamtlich betreiben und die sich auch noch um ihren Beruf und ihre Familien kümmern müssen, ohne ständiges Training bei hohen Anforderungen, die Technik und gesetzliche vorgaben an die Mitglieder stellen, einfach Schwierigkeiten bekommen. Der Übungsdienst der Kinder und Jugendfeuerwehr bleibt allerdings bis auf weiteres ausgesetzt, das hat auch Haftungsrechtlich gründe und schmerzt sehr.