P1050530Die Feuerwehren aus Nideggen und Zülpich werden zukünftig zusammenarbeiten. Was bisher zu den Nachbarkommunen im Kreis Düren Gang und Gäbe war, wird nun auch zum Nachbarn aus dem Kreis Euskirchen Normalität sein. Seltsamerweise war die Zusammenarbeit mit den Nachbarn im anderen Kreis immer schwieriger, man hatte oft das Gefühl die Welt endet an der Kreisgrenze, so Stadtbrandinspekor Karl-Heinz Latz. Richtung Heimbach, Kreuzau oder Hürtgenwald waren gemeinsame Absprachen schon seit Jahren Gang und Gäbe. Als sich vor längerer Zeit auf der Verbindungsstraße zwischen Embken und Füssenich ein Verkehrsunfall ereignet hatte, der aber fast in Sichtweite zum Feuerwehrgerätehaus Embken lag und von den Kameraden aus Zülpich abgearbeitet wurde, haben wir uns zusammengesetzt. Den Beteiligten damals wurde optimal geholfen, ohne Frage, aber es ist Verbesserungspotenzial da. Warum soll eine Löschgruppe aus dem westlichen Ende der Stadt Nideggen ans östliche Ende der Stadt fahren, obwohl nur 500m weiter eine Löschgruppe im Nachbarkreis steht? Am letzten Freitag trafen sich die Führungskräfte der Löschgruppen unter der Leitung der beiden Wehrleiter, Jörg Körtgen aus Zülpich und Karl-Heinz Latz aus Nideggen. Momentan wird die Zusammenarbeit nur auf Zuruf funktionieren, angestrebt ist es die Abläufe über die Leitstellen noch in diesem Sommer zu automatisieren. Dafür bedarf es Ergänzungen in unseren Ausrückeordnungen. Überall fehlt es besonders an Personal, beide Seiten können nur profitieren. Beschränkt ist die Zusammenarbeit zunächst auf die Verbindungsstraßen nach Zülpich, sowie für die Ortschaften Embken, Wollersheim, Juntersdorf, Bürvenich und Eppenich. Angedacht ist es auch die Sonderfahrzeuge bei Bedarf zu nutzen. Ist die Teleskopmastbühne im Kreis Düren im Einsatz oder defekt, ist die Drehleiter aus Zülpich zumindest eine Option für die östlichen Stadtteile Nideggens. Über eine schriftliche Vereinbarung wird geregelt, was zu regeln ist, der Rest ergibt sich, so wissen auch potenzielle Nachfolger was wir geregelt haben, so Karl-Heinz Latz.