IMG 4197Mit hohem Finanziellem aufwand ist die Stadt Nideggen verpflichtet ihre Feuerwehr mit Gerätschaften auszustatten deren Sinnhaftigkeit nicht sofort klar ist. Wer die hintergründe kennt blickt aber durch, hier ein Beispiel:

Seit Juni 2016 liegt das neue Arbeitsblatt W 405-B1 “Bereitstellung von Löschwasser aus durch die öffentliche Trinkwasserversorgung” des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) vor. Es wurde eigens für die Feuerwehren unter Mitarbeit der Feuerwehrvertretungen/-organisationen erstellt und gilt sowohl bei Einsätzen als auch beim Übungsdienst. Es soll die Arbeit der Feuerwehren erleichtern, Verschmutzungen des Trinkwassers oder Beeinträchtigungen der Trinkwasserversorgung verhindern. Ohne die gemäß der Flüssigkeitskategorie laut Norm vorgegebenen Sicherungsmaßnahmen darf kein Löschwasser aus dem öffentlichen Leitungsnetz entnommen werden. Nur durch dieses Vorgehen sind die Feuerwehren bei möglichen Rechtsstreitigkeiten auf der sicheren Seite. Diese Forderung leitet sich aus der Trinkwasserverordnung (die seit 2003 gültig ist, in Verbindung mit dem Infektionsschutzgesetz und der EU/EG-Trinkwasserrichtlinie) ab und ist keine neue Forderung.Die öffentliche Wasserversorgung dient in erster Linie der Trink­wasserversorgung! Die Feuerwehr muss sich daher bei der Nutzung zwingend an die Vorgaben (Entnahmebedingungen) des Eigentümers der Wasserversorgungsanlagen und die Vorgaben des DVGW halten, zuwiederhandlungen können für die Verantwortlichen strafrechtliche folgen haben. Die erforderlichen Standrohre wurden in den letzten Tagen geliefert.