Am 13.07.2021 um 23:11 wurde die Feuerwehr Stadt Nideggen zum ersten Wasserschaden alarmiert. Zu diesem Zeitpunkt konnte noch niemand ahnen, dass noch 193 weitere Einsätze folgen würden. Vermutlich wird die Zahl der Einsatzstellen irgendwo bei 300 liegen, es waren nachher einfach zu viele, um alles genau zu dokumentieren. Umgestürzte Bäume, ausströmendes Gas, abrutschende Böschungen, vollgelaufene Keller. Bereits nach einem Jahr werden Erkenntnisse und Notwendigkeiten infrage gestellt. Viele Dinge wurden noch gar nicht begonnen. Der ein oder andere brüstete sich jüngst sogar damit, zumindest den Versuch unternommen zu haben, notwendige Anschaffungen für den Feuer- und Katastrophenschutz aus Kostengründen zu verhindern. Die Bilanz der Katastrophe waren 186 Tote, davon 6 Angehörige der Feuerwehr, sowie Schäden, die in die Milliarden gehen. Der letzte Einsatz, der in Verbindung mit der Flut stand, wurde in Nideggen am 18.07.2021 gegen 15:30 beendet.

 

MAMY1433

 

Der nächste Probelauf für die Sirenen im Land NRW findet am Donnerstag, 8. September 2022, statt. Dann werden die Systeme wieder auf Funktionalität überprüft, außerdem soll der Probealarm den Bürger*innen vermitteln, wie sie sich im Notfall verhalten sollen. Um 11 Uhr werden alle vorhandenen Sirenen ausgelöst.

Der Probealarm beginnt mit einem einminütigen Dauerton, der im Ernstfall "Entwarnung" bedeutet. Danach folgt eine fünfminütige Pause. Anschließend ist ab 11:06 Uhr ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton zu hören. Dabei handelt es sich um das eigentliche Warnsignal, das bei einem echten Notfall auf eine Gefahrenlage hinweist.

Nach einer weiteren fünfminütigen Pause schließt um 11:12 Uhr ein einminütiger Entwarnungsdauerton den Probealarm ab. Der auf- und abschwellende Heulton warnt im Ernstfall vor einer Gefahrenlage wie z.B. Hochwasser, Chemieunfällen, Gefährlichen Gasen usw. Bürger sollten sich dann in sichere Räumlichkeiten begeben und das Radio einschalten. (Radio Rur, WDR 2)

Der zweimal unterbrochene Heulton dienst zur Alarmierung der Feuerwehr bei dringenden Einsätzen, in denen es um die rettung von Menschenleben oder hohen Sachwerten geht.

Voraussichtlich im Dezember wird es einen weiteren Bundesweiten Warntag geben. Dann wird der Bund sein neues Cell-Broadcast Warnmedium testen, damit bekommt jeder Bürger eine Warnung auf sein Mobilfunkgerät.

Sirenenalarm