WhatsApp Image 2020 07 11 at 15.44.47Die Mitgliederzahlen der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Nideggen entwickeln sich Positiv. Nach Jahren, in denen die Mitgliederzahlen eher rückläufig waren, steigen die Zahlen wieder an. Ob diese Entwicklung mit der Corona-Krise in Zusammenhang gebracht werden kann, ist fraglich. Tatsache ist aber das in diesem Jahr 16 Personen neu in die Einsatzabteilung aufgenommen werden konnten. Darunter sind 12 Quereinsteiger, 2 ehemalige Mitglieder die wieder den Weg in die Feuerwehr gefunden haben, eine Übernahme aus der Jugendfeuerwehr und ein Mitglied welches aus einer anderen Kommune in das Stadtgebiet gezogen ist. Ein Mitglied einer benachbarten Feuerwehr steht während seiner Arbeitszeit zusätzlich der Feuerwehr Nideggen zur Verfügung. Ebenfalls 16 neue Mitglieder zählt die Jugendfeuerwehr. Hier gibt es sowohl Neuaufnahmen wie auch Übernahmen aus der Kinderfeuerwehr. Ein neues Mitglied wurde bisher in die Unterstützungsabteilung aufgenommen und arbeitet aktiv in der Verpflegungsgruppe mit.


Zusätzliche Anreize soll es ab Sommer geben, dann startet eine Schul-AG. In dieser Schul-AG können die Jugendlichen eine Feuerwehr-Grundausbildung erlangen, diese befähigt die Jugendlichen mit ihrem 18. Geburtstag sofort als Mitglied der Feuerwehr einzusteigen. Aber auch eine Mitgliedschaft vorher in der Jugendfeuerwehr ist möglich. Viele schreckt die Tätigkeit in einer Freiwilligen Feuerwehr zunächst ab. Machen wir uns nichts vor, 365 Tage im Jahr 24 Stunden einsatzbereit für andere zu sein klingt erstmal nicht besonders verheißungsvoll. Wer aber einmal in dieses Ehrenamt hineingeschnuppert hat, erkennt schnell welche interessante Aufgabe sich dahinter verbirgt. Und es handelt sich um eine Freizeitbeschäftigung, die sich sehr von anderen abhebt.

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Die Corona-Pandemie bringt auch den Dienstplan der Frauen und Männer in der Freiwilligen Feuerwehr durcheinander. Der Übungsbetrieb ist damit aber nicht komplett lahmgelegt. Weiterhin finden an den Gerätehäusern in den Stadtteilen Treffen in kleinen Gruppen statt, um weiterhin für alle Notlagen gerüstet zu sein. Hierzu war es notwendig, ein Hygienekonzept auszuarbeiten, um ein sicheres Training für alle freiwilligen Helfer möglich zu machen. Dabei geht es immer auch darum, die Dienstfähigkeit der sogenannten kritischen Infrastruktur Feuerwehr und Hilfeleistungsorganisationen zu gewährleisten. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn große Gruppen von Einsatzkräften unter Quarantäne gestellt werden müssten. Zur Strategie gehört es daher, unbedingt zu vermeiden, dass sich Infektionsketten bilden können. Dabei muss sorgfältig berücksichtigt werden, wie die Brandschützer im Einsatz mit möglicherweise Coronavirus-infizierten Menschen umgehen müssen und wie sie sich, ihre Kameraden und weitere Helfer vor Ansteckungen schützen. Die Helfer sind dabei selber dafür verantwortlich, ob sie einsatzfähig sind oder zum Dienst antreten. Wer nicht kommen möchte, wird zu nichts gezwungen. Trotzdem ist es natürlich wichtig, dass wir unser Handwerk beherrschen und immer wieder üben, da das Einsatzspektrum der Feuerwehr sehr vielfältig ist. Unter den aktuellen Bedingungen dann aber alle Mitglieder auf demselben Wissensstand zu haben, ist eine organisatorische Herausforderung. Alle sechs Standorte wurden mit großem aufwand so ausgestattet das es ausreichend Seifen- und Desinfektions- sowie Handtuchspender gibt. Eine Maßnahme, die eigentlich ohne Corona schon lange Standard hätte sein müssen, haben unsere Einsatzkräfte doch häufig Kontakt mit verletzten oder erkrankten Personen. Die aufwendige Technik der Fahrzeuge muss immer wiederkehrend überprüft werden. Wenn die Freiwillige Feuerwehr 24/7 Einsatzbereit bleiben will, muss ein mindestmaß an Ausbildung und Wartung erfolgen. Der Lockdown im Frühjahr, bis in den Sommer hinein, hat gezeigt das unsere Mitglieder, die Feuerwehr rein Ehrenamtlich betreiben und die sich auch noch um ihren Beruf und ihre Familien kümmern müssen, ohne ständiges Training bei hohen Anforderungen, die Technik und gesetzliche vorgaben an die Mitglieder stellen, einfach Schwierigkeiten bekommen. Der Übungsdienst der Kinder und Jugendfeuerwehr bleibt allerdings bis auf weiteres ausgesetzt, das hat auch Haftungsrechtlich gründe und schmerzt sehr.