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IMG 6471Immer wieder muss die Feuerwehr Stadt Nideggen in die Waldgebiete ausrücken um Waldbrände zu löschen, gestürzte Mountainbiker zu retten oder, speziell im Bereich Nideggen, um abgestürzte Kletterer zu retten. Das letzte mal noch am 29.07.2017 als ein Biker unterhalb der Jugendherberge stürzte und sich schwer verletzte. Bereits im Brandschutzbedarfsplan 2012 wie auch in der aktuellen Fassung 2016 hatte die Feuerwehr darauf hingewiesen, das es bei stetig steigenden Fallzahlen notwendig sein könne, die Beschaffung eines multifunktionalen Geländefahrzeuges einzuplanen. Dieser Gedanke war eine Zukunftsvision, auch um den Fuhrpark der Feuerwehr für zukünftige Aufgaben zu rüsten. Bei einem Waldbrand am 5. Mai 2016 an der Christinenley in Rath hatte sich die Einsatzleitung dazu entschieden zwei ähnliche Fahrzeuge von Privatpersonen in Anspruch zu nehmen. Es wäre sonst vom Zeitaufwand erheblich geworden, einen effektiven Löschangriff durchzuführen. Trotzdem mussten in dem unwegsamen Gelände fast zwei Kilometer Schlauchleitung verlegt werden. Die Waldwege so herzurichten, das sie mit den Fahrzeugen der Feuerwehr in allen Bereichen erreichbar werden, würde einen finanziellen Aufwand erfordern der alles sprengen würde. Fahrzeuge die die vorhandenen Wege bei einer ausreichenden Löschwassermenge passieren können, gibt es auf dem Markt kaum. War das durchschnittliche Gewicht eines Feuerwehrfahrzeuges in den achtziger Jahren noch bei 12 Tonnen so bietet die Industrie heute Fahrzeuge an, die in Richtung 18 Tonnengrenze tendieren. Schuld daran sind im übrigen auch die aufwendigen Abgasreinigungsanlagen. Im Zuge der Diskussionen um die Brandschutzbedarfsplanung machten Vertreter der Kommunalpolitik den Vorschlag, daher die Zukunftsvision sofort umzusetzen, und der Feuerwehr den Auftrag zu erteilen mit der Verwaltung ein geeignetes Geländefahrzeug zu beschaffen. Gleichzeitig nahm der Kreis Düren Kontakt mit der Wehrleitung der Feuerwehr auf. Man bot an, ein ähnliches Fahrzeug, welches der Kreis vorhält, zu erwerben da der Kreis Düren sich von dem Fahrzeug trennen möchte. Eine Bedingung sollte die Versorgung des Bikerparks in Vossenack sein falls es dort zu Notfällen kommt. Daher wäre der Standort Schmidt für das Geländefahrzeug in Betracht gekommen. Nachdem die Wehrleitung jedoch ein Konzept erarbeitet hatte, und ein Fahrzeug welches dem Konzept entsprach nur geringfügig teurer gewesen wäre, wie das gebrauchte und bereits acht Jahre alte Fahrzeug des Kreises Düren, entschied man sich gegen den Kauf und beschaffte selbst ein neues Fahrzeug. Zu dem Fahrzeug gehört ein Anhänger, der es möglich macht, Material oder Patienten zu transportieren. Das Fahrzeug wird nun zunächst in Nideggen stationiert, da Statistisch gesehen dort die meisten Einsätze dieser Art, insbesondere im Bereich der Kletterfelsen auftreten. Die offizielle Übergabe des Fahrzeuges wird am 27.08.2017 am "Tag der offenen Tür" in Nideggen stattfinden. Zudem werden die Kameraden der Löschgruppe ausreichend geschult mit dem Fahrzeug in den Einsatz zu fahren. Das Fahrzeug muss noch beschriftet und Feuerwehrtauglich beklebt werden.